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    Last update: 04.08.2009
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  MIDI    
 


MIDI steht für "Musical Instrument Digital Interface" = Digitale Schnittstelle für Musikinstrumente. Mit MIDI kann man Instrumente und Zusatzgeräte (Computer, Sequenzer, Tonerzeuger) unterschiedlichster Art zu einem System verbinden. Je nach Ausbau des Systems lassen sich die Einstellungen und Arbeitsweise der verbundenen Geräte von einem Punkt (Computer, Keyboard) aus Steuern. Über MIDI werden musikalische und nicht-musikalische Informationen zwischen den Geräten übertragen. Es werden nur Steuerdaten und KEINE Audiodaten unter den Geräten ausgetauscht.

MIDI gibt es schon recht lange. Selbst in den C64 und Atari Zeiten war MIDI schon angesagt. Auf jeder Soundkarte im Computer sitzt ein MIDI Prozessor. Je nach Preislage der Soundkarte ist der Prozessor in der Tonerzeugung gut oder hat eher mangelhaft. Es werden eigentlich nur 4 Signale übermittelt. Pro Tastenanschlag versteht sich natürlich. Egal ob die Taste 5 Sekunden oder 5 Stunden lang gehalten werden. Es sind immer nur 4 Signale.

  • Welche Taste (welcher Ton)
  • Mit welcher stärke (Anschlagdynamik)
  • Wann die Taste angeschlagen wird und
  • wann die Taste wieder losgelassen wird

Bei Sequenzern werden zusätzlich noch vor dem ersten Ton sogenannte Evant Daten übertragen. Die veranlassen den Tonerzeuger noch vor dem ersten Ton diverse Einstellungen vorzunehmen. z.B. die Sound art (Piano oder Bass oder... ), diverse Effekteinstellungen, sofern der Tonerzeuger diese unterstützt, die Gesamtlautstärke, Pitch Band Reglung und noch einige andere dinge. Auch bei MIDI gibt es verschiedene Standards bzw. Erweiterungen. Grundsätzlich ist der GM (General-MIDI) Standard maßgebend. Der wird von allen MIDI fähigen Geräten angenommen und gelesen. Zusätzlich haben einzelne Hersteller eigene Standarts entwickelt. So gibt es von Yamaha den XG- Standart und von Roland den GS- Standart. Man kann zwar die Songs dann auch auf nur GM- fähigen Geräten abspielen. Diese werden aber falsch interpretiert und verzerrt wiedergegeben. Im GM- Standart gibt es 16 Spuren auf denen jeweils ein Sound gelegt werden kann. Also können maximal 16 Sounds auf einmal abgespielt werden. Man hat im GM- Standart 128 Sounds zur Auswahl. Angefangen vom Piano über Strings bis hin zu Drums und Soundeffekten. (Pistolenschuss, Applaus etc.) Zusätzlich ist ein kleiner Effektprozessor eingebaut der 4 Effekte wiedergeben kann. Room, Hall 1, Hall 2 und Cosmic. Diese Effekte geben aber meist nichts her. Da es im Grunde nur 4 Signale pro Ton sind und einmal vor jedem Song die Evant Daten gesendet werden ist eine MIDI- Datei um 99% kleiner als eine vergleichbare Audio- Datei auf einer CD. (Zugrundegelegt wird hierbei der Vergleich zwischen einer MIIDI- Datei von 4 min länge und ca. 50 Kb im Verhältnis zu einer Audio- Datei von 4 min länge und ca.40 MB). MIDI- Dateien lassen sich deswegen auch super auf Diskette ( 20-30 Stk. je nach Größe der einzelnen Songs) speichern. Wenn man MIDI- Dateien noch im zip Format archiviert so kann man locker pro Song nocheinmal 80% Kapazität sparen. Und noch ein Vorteil habe MIDI-Dateien. Sie lassen sich auch nach der Aufnahme in jeglicher Art und Weise ändern.

Dadurch das die MIDI- Daten aus Steuermeldungen bestehen und die Klänge Elektronisch erzeugt werden kommt die Klangqualität an den Originalen auf einer CD nicht heran. Als Beispiel hierfür eine kleine bekannte MIDI- Datei zum Download.

Wave          Mp3